In den 1950er Jahren wurden am Phyletischen Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena zahlreiche Baumaßnahmen durchgeführt, die dem Gebäude seinen ursprüng­lichen Charakter nahmen. Seit 2008 werden viele dieser Details wiederhergestellt. So gestaltete man auch den Eingangsbereich nach historischem Vorbild neu und verlegte Fliesen, die auf­wendig in Marokko hergestellt wurden und deren Muster sich an alten Fotos orientieren. Beim Verlegen dieser Fliesen bildete sich jedoch ein Fugenmörtelschleier. Um den Schleier nun möglichst schonend zu entfernen, sponsert die Firma Kärcher die Reinigung des Eingangs­bereichs mit speziellen Methoden.

„Ich freue mich und bin sehr erleichtert, dass der Schleier auf dem gesamten Fußboden nun endlich entfernt wird“, sagt Museumsdirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Martin S. Fischer. „Niemand konnte uns helfen, die Fugenmasse zu beseitigen, ohne die Fliesen zu beschädigen. Durch einen Restaurator wurde ich auf das Kultursponsoring von Kärcher aufmerksam gemacht.“

Reinigungsmaßnahmen im Eingangsbereich des Phyletischen Museums der Universität Jena, effektive Reinigung ohne chemische Mittel

 

Exakt nach historischem Vorbild werden am 09.05.2019 originalgetreue rote und weiße Fliesen im Eingangsbereich des Phyletischen Museums der Universität Jena verlegt. Das Museum zur Abstammungslehre war vor vom Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919) gegründet worden und wurde 1908 eröffnet. Es beherbergt umfangreiche zoologisch-paläontologische Sammlungen mit über 500.000 Stücken. Die Sammlungsgeschichte geht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Exakt nach historischem Vorbild werden am 09.05.2019 originalgetreue rote und weiße Fliesen im Eingangsbereich des Phyletischen Museums der Universität Jena verlegt. Das Museum zur Abstammungslehre war vor vom Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919) gegründet worden und wurde 1908 eröffnet. Es beherbergt umfangreiche zoologisch-paläontologische Sammlungen mit über 500.000 Stücken. Die Sammlungsgeschichte geht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Die besondere Herausforderung bei der Reinigung liegt in dem fragilen Bodenbelag: „Die Fliesen sind äußerst empfindlich und dadurch leicht zu beschädigen. Daher nutzen wir in erster Linie eine Scheuersaugmaschine, bei der der Anpressdruck an die Beschaffenheit der Oberfläche angepasst werden kann“, erklärt Sebastian Nann von Kärcher, der das Projekt verantwortet. „Für eine möglichst schonende, aber effektive Reinigung setzen wir zudem sehr weiche Walzbürsten ein und verzichten gänzlich auf chemische Mittel.“ Die Reinigung findet stets in enger Zusammenarbeit mit Denkmalschützern, Restauratoren und Kunsthistorikern statt.

Die Reinigung der Eingangshalle des Phyletischen Museums dauert vom 29. Juni bis ein­schließlich 7. Juli. Das Museum ist in diesem Zeitraum für Besucherinnen und Besucher geschlossen.

Info, FSU JENA // Till Bayer