Der Informatiker Prof. Dr. Viktor Leis von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist heute von der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) zum Junior-Fellow ernannt worden. Die Auszeichnung wird jährlich an herausragende junge Talente vergeben, die sich durch besondere Leistungen und Engagement auf dem Gebiet der Informatik verdient gemacht haben. Der 35-jährige Leis setze sich für eine bessere Ausbildung des Nachwuchses an Universitäten sowie die Stärkung der Start-up-Kultur in Deutschland ein, begründet der Informatik-Fachverband seine Entscheidung. Außerdem verweist die Jury auf Leis‘ Forschungen zur Entwicklung von Datenbanksystemen. Dabei handelt es sich um Software, die bei der Speicherung und Verarbeitung von großen Datenmengen auf moderner Hardware behilflich ist. Die offizielle Verleihung findet im Rahmen der GI-Jahrestagung in Kassel statt. Neben Prof. Leis werden zwei weitere Informatiker und eine Informatikerin ausgezeichnet.

Wahrnehmung der Informatik verbessern

„Die Ernennung ist für mich eine große Ehre“, freut sich Leis, der seit April dieses Jahres an der Universität Jena lehrt und forscht. „Als Junior-Fellow möchte ich unter anderem dazu beitragen, die öffentliche Wahrnehmung der Informatik zu verbessern.“ Er vertritt die Ansicht, dass die Informatik insbesondere im Vergleich mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen zu wenig Präsenz zeigt – obwohl Themen wie Künstliche Intelligenz oder Datensicherheit einen immer größer werdenden Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung haben. Durch die Ernennung zum Junior-Fellow der GI ist Viktor Leis nun Teil eines größeren Netzwerks von Informatikern, in das er seine Ideen einbringen und den Wahrnehmungswandel mitgestalten kann.

Der ausgezeichnete Jenaer Informatiker Prof. Dr. Viktor Leis. (Foto: Anne Günther/FSU)

Der ausgezeichnete Jenaer Informatiker Prof. Dr. Viktor Leis. (Foto: Anne Günther/FSU)

Praktische Ausbildung an Hochschulen stärken

Ein weiteres Anliegen, das der Informatiker von der Universität Jena nun stärker vorantreiben möchte, ist die Ausbildung von Softwareentwicklerinnen und -entwicklern an deutschen Hochschulen. „In den Informatik-Studiengängen sollte die Lehre noch stärker an der Praxis ausgerichtet sein, damit Studierende später problemlos in den Beruf einsteigen können“, fordert Leis. An der Universität Jena geht er daher mit gutem Beispiel voran: Die Informatik-Seminare, die er im kommenden Wintersemester leitet, will er besonders anwendungsorientiert gestalten.

Info, FSU JENA /// Axel Burchardt

25.09.2019