Teamchef René Klingbeil schickte seine Elf wie zuletzt beim torlosen Remis gegen den KFC Uerdingen in einem 3-4-3 aufs bestens präparierte Grün des verwaisten Ostseestadions und schenkte U21-Stürmer Vasileios Dedidis sein Drittliga-Startelfdebüt. Coppens hütete den Kasten, vor dem Hammann, Sulu und Grösch die Dreierkette bildeten. Im Mittelfeld agierten Schorr, Kübler, Schau und Kircher. Der nach seiner Gelbsperre zurückgekehrte Gabriele bildete mit Dedidis und Eckardt die Offensivreihe. Maximilian Rohr fehlte wegen seiner fünften Gelben, und Lance Mickels musste wegen einer Gesäßmuskelzerrung, die er sich im Spiel gegen die Krefelder zuzog, passen. Dafür fanden sich auf der Bank mit Niclas Fiedler und Laurent Zintsch zwei weitere der nach aufgerückten U21-Spieler wieder.

Die Anfangsminuten gehörten den Hausherren, die den Ball zwar gefällig laufen ließen, ohne jedoch dabei gefährlich vor den Jenaer Kasten zu kommen. Dafür hatte der FCC die erste nennenswerte Möglichkeit auf dem Fuß – und was für eine! Dedidis wurde von Kircher mustergültig in die Tiefe geschickt, der frei auf den Hansa-Schlussmann zulief und flach abschloss. Doch sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei (10.). Die nächste Chance bot sich Hansa – doch Sulu entschärfte im letzten Moment vorm einschussbereiten Pepic (15.). Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Jena sogar zielstrebiger als die Hausherren wirkte – bis dann nach 16 Minuten den Hanseaten ein unfreiweilliges Geschenk gemacht wurde. Patrick Schorrs Rückgabe zu seinem Schlussmann geriet zu kurz, der lauernde Breier erfasste die Situation und schob durch die Beine Coppens zum 1:0 für Rostock ein. In der Folgezeit kam Hansa immer gefährlicher vors Jenaer Tor. Nach einer halben Stunde verpasste freistehend ein Rostocker eine scharfe Hereingabe Granatowskis, der bis zur Grundlinie durchgelaufenen war. Kurz darauf prüften die Rostocker nach einem Eckball den Jenaer Pfosten, der für Coppens rettete (32.). Dann wieder ein Lebenszeichen des FCC: Nach einem Schuss von Kübler aus etwa 16 Metern war Dedidis beim Abpraller zur Stelle und netzte ein. Doch die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten ging hoch – Abseits, eine extrem knappe Entscheidung (34.). Kurz vor Ende der ersten Halbzeit verteilte der FCC, der an sich gut im Spiel war, ein weiteres Geschenk. Dieses Mal war es Hammann, der im Mittelfeld den Ball an Nartey verlor. Dieser bediente den mitgelaufenen Breier mustergültig, der aus Nahdistanz zum 2:0 vollendete. Doch damit nicht genug. Ahlschwede machte dann mit einem von Coppens beim Klärungsversuch verursachten Foulelfmeter den Deckel drauf und traf sicher zum 3:0 (45.). Jena spielte an sich gut mit, kam auch zu Möglichkeiten, brachte sich aber mit kapitalen Fehlern im Spielaufbau, die allesamt von brutal effektiven Rostockern bestraft wurden, selbst auf die Verliererstraße.

Der FC Carl Zeiss Jena unterliegt im späten Abendspiel dem F.C. Hansa Rostock mit 0:4 und muss sich vorwerfen lassen, trotz durchaus guter eigener Phasen sich durch teils eklatanter Fehler im Spielaufbau bereits in der ersten Halbzeit unnötig auf die Verliererstraße gebracht zu haben.

Der FC Carl Zeiss Jena unterliegt im späten Abendspiel dem F.C. Hansa Rostock mit 0:4 und muss sich vorwerfen lassen, trotz durchaus guter eigener Phasen sich durch teils eklatanter Fehler im Spielaufbau bereits in der ersten Halbzeit unnötig auf die Verliererstraße gebracht zu haben.

In der Halbzeitpause brachte Teamchef René Klingbeil Obermair und Donkor für Kircher und den verletzten Dedidis (Oberschenkel), der in den ersten 45 Minuten ein gutes Startelfdebüt zeigte. In der 53. Minute der erste Schuss aufs Hansa-Gehäuse. Doch Eckarts Versuch wurde abgeblockt. Kurz darauf soll Gabriele bei seinem Treffer nach schönem Zuspiel von Schau im Abseits gestanden haben (55.) – die zweite zumindest unglückliche Szene zu Ungunsten des FCC unter dem Rostocker Flutlicht. In der 61. Spielminute soll Coppens einen Rostocker im eigenen Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht haben. Zum Elfer trat Granatowski an – doch Coppens parierte den Strafstoß. Klingbeil brachte danach die jungen Zintsch (vor der Abwehr) und Fiedler (linke Bahn) für Kübler und Schorr in die Partie, die deren Positionen einnahmen. In der 69. Minute hätte Hansa auf 4:0 stellen können, nachdem es nun Eckardt war, dem ein Fehler im Spielaufbau unterlief. Doch dieses Mal bestraften die Hanseaten die Jenaer Nachlässigkeit nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss rettete dann der Außenpfosten nach einem Flachschuss für den bereits geschlagenen Coppens. Kurz vor Schluss stellte dann doch noch Pedersen auf 4:0 für Hansa. Endstand.

Mannschaftsaufstellungen

Jena: Coppens – Hammann, Sulu (C), Grösch – Schorr (62. Zintsch), Kübler (62. Fiedler), Schau, Kircher (46. Donkor) – Gabriele, Dedidis (46. Obermair), Eckardt (72. Gottwald)

Rostock: Kolke – Bülow, Nartey (71. Vollmann), Pepic, Reinthaler, Butzen, Scherff, Granatowski (61. Riedel), Ahlschwede (71. Neidhart), Hanslik, Breier (61. Opoku)

Tore:

1:0 Breier (16.)
2:0 Breier (44.)
3:0 Ahlschwede (45.)
4:0 Pedersen (87.)

Info, Newsteam FC Carl Zeiss Jena

Fotografik / Screen FB Seite FCC

18.06.2020